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Belgien: Amazon meldet eine Million Zustellungen per Lastenrad

Amazon hat nach eigenen Angaben in Belgien die Marke von einer Million Lieferungen mit E-Lastenrädern überschritten. Weitere europäische Mikro-Hubs sind angekündigt.

Von Brüssel nach Antwerpen

Amazon hat nach eigenen Angaben mehr als eine Million Pakete in Belgien mit elektrischen Lastenrädern zugestellt. Der Einsatz begann 2022 im Brüsseler Pentagon und wurde später auf Antwerpen ausgeweitet. Grundlage sind lokale Umschlagpunkte, an denen Sendungen aus größeren Fahrzeugen auf kleinere, elektrisch unterstützte Lieferfahrzeuge verteilt werden.

In Brüssel und an der Zustellstation Blue Gate in Antwerpen nutzt das Unternehmen dafür sogenannte Micromobility Hubs. Amazon kündigt für 2026 weitere 25 Standorte dieser Art in Europa an. Die veröffentlichte Millionenzahl ist eine Unternehmensangabe; detaillierte Daten zu Zeitraum, Paketgrößen, ersetzten Transporterfahrten oder dem Anteil an allen belgischen Sendungen werden in der Meldung nicht vollständig aufgeschlüsselt.

Mikro-Hubs entscheiden über den Nutzen

Die Zahl zeigt dennoch, dass Lastenräder in der Paketlogistik nicht mehr nur in kleinen Versuchen eingesetzt werden. Entscheidend ist die Kombination mit einem dichten Netz an Umschlagflächen. Ohne stadtnahen Hub müssten die Fahrzeuge zu weite Strecken zurücklegen und könnten ihren Vorteil auf der letzten Meile kaum ausspielen.

Für Städte entsteht daraus eine Planungsaufgabe: Geeignete Flächen müssen verkehrsgünstig, sicher und bezahlbar sein, gleichzeitig dürfen Hubs das Quartier nicht zusätzlich belasten. Für eine ökologische Gesamtbilanz müssen außerdem Anlieferung zum Hub, Strommix, Fahrzeuglebensdauer und tatsächlich vermiedene Transporterfahrten berücksichtigt werden.

Quelle: Unternehmensmeldung von Amazon vom 3. Juli 2026