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Peddler plant mehr als 40 städtische Logistik-Hubs

Das niederländische Unternehmen Peddler richtet sich neu aus und will ein dichtes Netz aus Mikro-Fulfillment und emissionsarmer Zustellung aufbauen.

Vom lokalen Marktplatz zur Lieferinfrastruktur

Das niederländische Unternehmen Peddler richtet sein Geschäftsmodell neu aus. Statt als lokaler Online-Marktplatz will es künftig vor allem Infrastruktur und Dienstleistungen für städtische Logistik anbieten. Geplant sind mehr als 40 neue Hubs in den Niederlanden, über die nach Unternehmensangaben mehr als zehn Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher erreichbar sein sollen.

Das Konzept verbindet Mikro-Fulfillment mit Same-Day-Zustellung. Waren werden näher an der Kundschaft gelagert oder gebündelt und anschließend mit Lastenrädern und anderen leichten Elektrofahrzeugen ausgeliefert. Als Technologiepartner für die Hubs nennt Peddler ALLSAFE. Nach dem Ausbau in den Niederlanden ist eine Skalierung in weitere europäische Märkte vorgesehen.

Dichte entscheidet über Wirtschaftlichkeit

Ein großes Hub-Netz kann die Wege auf der letzten Meile verkürzen und Lieferungen verschiedener Händler bündeln. Ob Cargo-Bikes wirtschaftlich ausgelastet werden, hängt stark von der Sendungsdichte und einer verlässlichen Zuführung zu den Standorten ab. Auch Retouren, saisonale Spitzen und die Verfügbarkeit geeigneter Flächen spielen eine wichtige Rolle.

Die angekündigten Zahlen sind Ziele des Unternehmens und noch kein Nachweis für den späteren Betrieb aller Standorte. Die Entwicklung ist trotzdem bemerkenswert: Stadtlogistik wird zunehmend nicht vom einzelnen Fahrzeug aus gedacht, sondern als System aus Lagerung, Umschlag, Software und passender Fahrzeugflotte.

Quelle: Unternehmensankündigung von Peddler